Restaurierung von 5.300 mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriftenfragmenten
Restaurierung von 5.300 mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriftenfragmenten
In der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen werden rund 5.300 Fragmente lateinischer und volkssprachlicher Handschriften und Drucke aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit aufbewahrt. Zu dieser Fragmentesammlung gibt es, abgesehen von einer groben Systematisierung, kein Nachweisinstrument.
Damit die Sammlung zukünftig adäquat erschlossen werden kann, sind restauratorische Maßnahmen erforderlich: Ca. 90% der Fragmente sind stark vom Zerfall bedroht, so dass bei einer Erschließung mit Material- und Informationsverlust zu rechnen wäre, wenn nicht im Vorfeld Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Das Projekt sieht die Restaurierung aller bedrohten Stücke aus der Sammlung vor. Die Fragmente werden nach einer maßnahmenbezogenen Sortierung einer Trockenreinigung unterzogen und geglättet. Danach werden Verklebungen gelöst, mechanische Schäden werden gesichert und Schrift und Malerei werden fixiert. Abschließend werden die Fragmente in geeigneten Behältnissen gelagert.

Nach der erfolgreichen Durchführung der Restaurierungsmaßnahmen können die Fragmente dann zur Provenienzermittlung im laufenden DFG-Projekt <link https: www.sub.uni-goettingen.de projekte-forschung projektdetails projekt katalogisierung-der-abendlaendischen-mittelalterlichen-handschriften-der-niedersaechsischen-staats external-link-new-window der abendländischen mittelalterlichen handschriften sub>Katalogisierung der abendländischen mittelalterlichen Handschriften der SUB Göttingen genutzt werden. Zudem ist beabsichtigt, nach Abschluss der Arbeiten dem internationalen Projekt <link http: www.fragmentarium.unifr.ch external-link-new-window des projekts>Fragmentarium beizutreten, in dem die Fragmente dann nicht nur erschlossen, sondern auch digitalisiert würden.