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Ahiqar

Die syrischen und arabischen Ahiqar-Texte

Die Syrischen und Arabischen Ahiqar-Texte ist ein von der <link https: www.dfg.de external-link-new-window>Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes Projekt der <link https: www.uni-goettingen.de de external-link-new-window>Theologischen Fakultät der Universität Göttingen in Zusammenarbeit mit der SUB Göttingen.

Ziel des Projektes ist die Neuedition und motivgeschichtliche Untersuchung der syrischen und arabischen Handschriften der Ahiqar-Überlieferung als historisch-kritische Online Edition. 

Die Geschichte von Ahiqar wurde sogar über den Nahen Osten hinaus verbreitet. Die älteste Quelle ist ein aramäischer Papyrus aus dem 5. Jahrhundert v. Chr., in dem offenbar mehrere frühere Materialien (Geschichten und Sprichwörter) miteinander verwoben sind. Darüber hinaus gibt es viele andere Versionen von Ahiqars Geschichte, nicht nur auf Aramäisch, sondern auch auf Syrisch, Arabisch und in vielen anderen alten und modernen Sprachen. Die umfangreichen syrischen und arabischen Fassungen spielten eine zentrale Rolle bei der Übertragung des (ursprünglich aramäischen) Stoffes in andere Sprachen und literarische Traditionen. Der bislang letzte Versuch, eine einigermaßen umfassende Darstellung der Ahiqar-Erzähltradition zusammenzustellen, wurde vor mehr als hundert Jahren von F. C. Conybeare et al. im Jahr 1913 unternommen, wobei jedoch nicht alle bekannten Textzeugen berücksichtigt wurden. Was die aramäische Fassung betrifft, so sind seither mehrere Veröffentlichungen erschienen.

Trotz der fundamentalen Bedeutung der syrischen und arabischen Fassungen fehlen bis heute verlässliche Texteditionen. Ziel des Projekts ist es, diese Lücke zu schließen und eine textliche und literarische Analyse der syrischen und arabischen Fassung der Ahiqar-Tradition in digitaler Form zu erstellen, um die materielle und technische Grundlage für die weitere Erforschung der anderen Fassungen zu schaffen.

Dazu wurden die wichtigsten Textzeugen der syrischen und arabischen Fassung identifiziert, transkribiert und übersetzt. Darüber hinaus wurden die Namen von Personen, Orten, Motiven und biblischen Bezügen verschlagwortet. Darüber hinaus wurden <link https: ahiqar.uni-goettingen.de website stemmata.html external-link-new-window stemmata>Stemmata identifiziert und eine <link https: ahiqar.uni-goettingen.de website collation.html external-link-new-window der>Kollationierung der Textzeugen erstellt.

Die Texte wurden von den Forschenden mit dem <link https: textgrid.de en web guest external-link-new-window>TextGrid Lab erschlossen. Das Technische Team der SUB Göttingen hat ein TEI-Schema entwickelt und zur Verfügung gestellt und bei der technischen Erschließung beraten. Für die technische Umsetzung dieser Digitalen Edition wurde eine generische <link https: subugoe.pages.gwdg.de emo text-api page about external-link-new-window textapi>TextAPI zur Bereitstellung der Daten und der TIDO Viewer zur Anzeige der Daten entwickelt.  Der <link https: gitlab.gwdg.de subugoe emo external-link-new-window>TIDO-Viewer Quellcode ist unter <link http: www.gnu.org licenses agpl-3.0.html external-link-new-window affero general public licence>GNU Affero General Public Licence (AGPL) auf GitLab verfügbar. Weiterführende Informationen befinden sich auf der Ahiqar Website unter der <link https: ahiqar.uni-goettingen.de website technicaldocumentation.html external-link-new-window>Technischen Dokumentation und den <link https: ahiqar.uni-goettingen.de website editionguidelines.html external-link-new-window>Editorischen Richtlinien.