Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen

Originalerhalt von Zeitschriften aus Sondersammelgebieten

Massenentsäuerung von seltenen wissenschaftlichen Zeitschriften (1850 bis 1990)

Ziel des Projekts ist die Erhaltung wissenschaftlicher Fachzeitschriften, die im Rahmen der von der <link http: www.dfg.de external-link-new-window forschungsgemeinschaft>Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierten <link https: wikis.sub.uni-hamburg.de webis index.php verteilte_nationale_forschungsbibliothek external-link-new-window verteilte nationale forschungsbibliothek>Sondersammelgebiete (SSG) angeschafft wurden.

Bis 1990 wurden Bücher und Zeitschriften zumeist auf Papier gedruckt, das einen zu hohen Säuregehalt aufweist und das Papier langfristig zerstört. Um diesen Vorgang zu verlangsamen, muss das Papier entsäuert werden. Dies ist mit maschinellen Flüssigverfahren möglich, bei denen die Bücher in einer Behandlungskammer mit alkalischen Entsäuerungsmitteln getränkt werden. Durch die Entsäuerung wird die Lebensdauer der Zeitschriften verlängert. So wird Zeit zur Entwicklung und Durchführung von Maßnahmen zur dauerhaften Bewahrung von säurehaltigem Papier gewonnen.

Durch die Entsäuerung wird die Zugänglichkeit der Zeitschriften für die wissenschaftliche Nutzung sichergestellt. Die entsäuerten Zeitschriften werden von der SUB Göttingen langfristig aufbewahrt, die Arbeiten werden in den jeweiligen überregionalen Nachweisinstrumenten (<link https: gso.gbv.de db="2.1/LNG=DU/" external-link-new-window verbundkatalog>Verbundkatalog des GBV (GVK), <link https: zdb-katalog.de index.xhtml external-link-new-window der zeitschriftendatenbank>Zeitschriftendatenbank (ZDB)) in der Form eines abgestimmten Datenmodells zur Dokumentation von Bestandserhaltungsmaßnahmen sowie innerhalb der Bände selbst verzeichnet. Darüber hinaus werden durch die Entsäuerung notwendige Voraussetzungen für eine zukünftige Digitalisierung der behandelten Bestände geschaffen. Die Maßnahme orientiert sich an den „<link http: kek-spk.de aufgaben-und-ziele bundesweite-handlungs-empfehlungen external-link-new-window handlungsempfehlungen der>Bundesweiten Handlungsempfehlungen“ der <link http: kek-spk.de home external-link-new-window für die erhaltung des schriftlichen kulturguts>Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK), die das Projekt auch zusammen mit der <link https: www.bundesregierung.de breg-de bundesregierung staatsministerin-fuer-kultur-und-medien external-link-new-window der für kultur und medien>Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) fördert.

Die relevanten Bestände wurden zunächst über Katalogdownloads aus dem Bestand selektiert und dann vor Ort auf ihren Erhaltungszustand (Säuregehalt des Papiers) überprüft. Das Ausheben der Bände, der Transport und die eigentliche Entsäuerung werden von einem externen Dienstleister (<link https: www.zfb.com de external-link-new-window für bucherhaltung>Zentrum für Bucherhaltung (ZFB), Leipzig) vorgenommen, der die Bände auch wieder an ihren Standort zurückstellen wird. Insgesamt werden knapp 2.500 Zeitschriftenbände verschiedener Göttinger Sondersammelgebiete entsäuert.