
University Archive
Das Universitätsarchiv Göttingen bewahrt seit 1737 die schriftliche Überlieferung der Universität. Über das Archivportal Arcinsys lassen sich viele Bestände recherchieren, einige sind auch als Digitalisat aufrufbar.
Das Universitätsarchiv bewahrt die Matrikeln, Urkunden, Akten und Pläne der Georg-August-Universität und ihrer Fakultäten seit 1737. Es liefert der Forschung umfassende Quellen zur Göttinger Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte. Dazu zählen auch die Akten der Forstakademie Hann. Münden, der Hochschule für Sozialwissenschaften Wilhelmshaven und (fragmentarisch) der Pädagogischen Hochschule, die in die Universität eingegliedert wurden.
Der Gesamtumfang der Bestände beträgt 2.300 laufende Meter aus der Zeit von 1733 bis in die unmittelbare Vergangenheit. Als Besonderheit befinden sich auch die Akten des früheren Universitätskurators und der Universitätsregistratur des hannoverschen Kultusministeriums bis 1866 im Universitätsarchiv (Bestand Kuratorium). Eine weitere Besonderheit ist die in 25.000 Prozessakten lückenlose Überlieferung des bis 1878 bestehenden Universitätsgerichts. Private Nachlässe und Autographen sowie Porträts der Professorinnen und Professoren gehören nicht zum Universitätsarchiv.
Die Anfänge der Archivierung an der Georg-August-Universität reichen bis 1773 zurück. Als Zentralarchiv, das der Forschung offen steht, wurde das Universitätsarchiv 1925 gegründet.
Archivalien recherchieren
Alle Archivbestände sind im Archivportal Arcinsys Niedersachsen-Bremen nachgewiesen. Viele Bestände sind außerdem direkt durchsuchbar, das heißt: Sie können nach den Titeln der enthaltenden Archivalien (wie Urkunden und Akten) recherchieren. Eine Reihe von zentralen Archivalien ist über Arcinsys außerdem als Digitalisat abrufbar (vor allem der Bestand „Kuratorium“ einschließlich der Personalakten bis etwa 1930).
Manche Archivalien unterliegen Schutzfristen gemäß Niedersächsischem Archivgesetz. Solche Archivalien werden in Arcinsys nicht angezeigt und können nicht direkt recherchiert werden. Dies betrifft vor allem Akten zu lebenden Personen (Datenschutz). Ein gelber Warnhinweis informiert Sie, wenn Archivalien nicht angezeigt werden dürfen. Wenden Sie sich in diesem Fall bitte per E-Mail an das Universitätsarchiv.
Wenn Sie Fundstellen aus der Datenbank Kalliope haben oder Referenzen der Form „Cod. Ms.“, dann handelt es sich um Nachlässe, die nicht Teil des Universitätsarchivs sind. Bitte lesen Sie hier weiter: Nachlässe und Autographen.
Archivalien benutzen
Wie können Sie Archivalien einsehen?
Es gibt drei Möglichkeiten:
- Vorhandende Digitalisate sind direkt in Arcinsys eingebunden.
- Individuelle Digitalisate können Sie gegen Gebühr anfertigen lassen.
- Alle recherchierbaren Archivalien können Sie über Arcinsys zur Einsicht in den Lesesaal des Historischen Gebäudes der SUB Göttingen bestellen und bei Bedarf kostenlos fotografieren.
Die beiden letzten Möglichkeiten setzen voraus, dass Sie zuvor in Arcinsys nach Einrichtung eines Kontos einen Nutzungsantrag beim Universitätsantrag stellen. Die Nutzungsregularien der SUB Göttingen gelten nicht.
Wie bereiten Sie Ihre Archivarbeit vor?
Biographische Basisdaten zu Lehrenden bis 1962 und zu Studierenden bis 1900 können Sie veröffentlichten und digitalisierten Nachschlagewerken entnehmen:
- Ebel, Wilhelm (1962): Catalogus professorum Gottingensium 1734–1962. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
- Selle, Götz von (1937): Die Matrikel der Georg-August-Universität zu Göttingen 1734–1837. 2 Bände. Hildesheim und Leipzig: Lax.
- Ebel, Wilhelm (1974): Die Matrikel der Georg-August-Universität zu Göttingen 1837–1900. 2 Bände. Hildesheim: Lax.
Wenn Sie eine Anfrage an das Archiv stellen möchten, prüfen Sie bitte zunächst, ob Sie Ihre Frage mit den genannten biographischen Nachschlagewerken, den Tutorien zur Nutzung von Arcinsys und den in Arcinsys recherchierbaren Informationen selbst beantworten können. In allen anderen Fällen können Sie sich gern per E-Mail an das Universitätsarchiv wenden. Für die Bearbeitung fallen keine Gebühren an. Das Universitätsarchiv kann allerdings nur nach Maßgabe seiner Kapazität auf Ihre Fragen eingehen und insbesondere keine vertieften genealogischen Recherchen für Sie anstellen.



