Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Das Bild zeigt eine digitale, futuristische Darstellung eines Computerchips oder Prozessors, umgeben von leuchtenden, vernetzten Linien und Knotenpunkten, die Datenfluss und Technologie symbolisieren. Pixabay/TheDigitalArtist

DOI-Vergabe

Ein Digital Object Identifier, kurz DOI genannt, ist ein digitaler, persistenter Identifikator, der eine Publikation eindeutig identifiziert und auffindbar macht. 

Dieser Identifikator kann auch für Forschungsdaten oder physische Objekte genutzt werden. Üblicherweise führt der DOI zu einer Seite mit den Daten über das Objekt („Landing Page”). Bei Textpublikationen und Forschungsdaten ist auf dieser Seite oft auch der Volltext bzw. die Datei zu finden. Im besten Fall besteht außerdem Zugriff auf die Dateien, da diese im Open Access publiziert wurden oder die eigene Einrichtung die Inhalte lizenziert hat.

Ein DOI fängt immer mit „10.” an und besteht aus einem Präfix und einem Suffix. Die beiden Bestandteile werden durch einen Schrägstrich getrennt. Der DOI kann als URL oder als Identifikator dargestellt werden, der Identifikator ist mit Hilfe eines Resolvers aufrufbar. Beispiele: 

Bei dem Bestandteil „10.47952” handelt es sich also um den Präfix, während „gro-publ-221” das Suffix ist.

Das Besondere beim DOI ist, dass diese Identifikationsnummer stabil bleibt, selbst wenn es z. B. durch einen Relaunch der Webseite zu einer Änderung der hinterlegten URL kommt – diese wird dann nur im Hintergrund aktualisiert, sodass der DOI weiter zum Ziel führt. 

DOI Foundation und Registrierungsagenturen

Da es sich bei dem DOI um einen international verwendeten Identifikator handelt, erfolgt die Koordination von der international tätigen DOI Foundation. Die Seite der DOI Foundation bietet weiterführende Informationen zum DOI. Die Registrierung der DOIs erfolgt hingegen dezentral über Registrierungsagenturen. Die bekanntesten davon sind die gemeinnützigen Organisationen Crossref und DataCite. 

Crossref betreibt eine offene Infrastruktur zur Verknüpfung von Forschungsobjekten. Mit den registrierten DOIs wird ein großer Datensatz geschaffen, der die offene Wissenschaft und globale Forschungskommunikation unterstützt. Inzwischen hat Crossref ca. 22.000 Mitglieder in 160 Ländern. 

DataCite ermöglicht den Zugang zu Forschungsergebnissen und verbindet diese miteinander, sodass die Wiederverwendung des Wissens gestärkt wird. DataCite wird international von mehr als 250 direkten Mitgliedseinrichtungen und über 65 Konsortien unterstützt.

Neben der DOI-Vergabe unterstützen beide Registrierungsagenturen außerdem den Datenaustausch über verschiedene Schnittstellen. Inhaltlich konzentriert sich Crossref stärker auf die Publikationsdaten, während DataCite verstärkt bei den Forschungsdaten aktiv ist.

DOI-Vergabe an der Universität Göttingen

Die SUB Göttingen engagiert sich sowohl bei Crossref als auch bei DataCite im Rahmen einer Mitgliedschaft und arbeitet mit beiden Registrierungsagenturen zusammen. 

Für die Universität Göttingen (inkl. Universitätsmedizin Göttingen) werden im Rahmen verschiedener Services DOI vergeben. In der Regel ist es so, dass es für jedes Repositorium bzw. für jede Zeitschrift einen eigenen Prefix gibt. Die SUB Göttingen ermöglicht im Rahmen der folgenden Services eine DOI-Vergabe für Textpublikationen: 

Darüber hinaus erfolgt eine DOI-Vergabe für Forschungsdaten über die eResearch Alliance Göttingen

Blick von oben auf einen offenen Laptop SUB Göttingen, Christoph Mischke

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