Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Blick über die Innenstadt von Göttingen SUB Göttingen/Martin Liebetruth

Zweitveröffentlichung

Verlagsveröffentlichungen können unter bestimmten Bedingungen ein weiteres Mal veröffentlicht werden. Damit wird die Sichtbarkeit der Forschungsergebnisse erhöht, insbesondere wenn das Lesen der Verlagsversion nicht kostenfrei möglich ist.

Die Open-Access-Leitlinie der Universität Göttingen (inkl. Universitätsmedizin Göttingen) rät Autor*innen zur Wahrnehmung des Zweitveröffentlichungsrechts:

„Autorinnen und Autoren sollen der Universität Göttingen möglichst zum Zeitpunkt der Veröffentlichung eine Kopie ihrer Publikation zur Verfügung stellen und das Recht einräumen, diese im Publikationsdatenmanagement GRO.publications zu archivieren und öffentlich bereitzustellen. […] Darüber hinaus unterstützt die Universität ihre Forschenden bei der Ausübung des wissenschaftlichen Zweitveröffentlichungsrechtes unter Einhaltung einer Embargofrist von 12 Monaten (§ 38 Abs. 4 UrhG). Das wissenschaftliche Zweitveröffentlichungsrecht betrifft Beiträge, die in einer mindestens zweimal jährlich periodisch erscheinenden Sammlung (z.B. Zeitschrift) erschienen und im Rahmen von mindestens zur Hälfte öffentlich geförderter Forschung entstanden sind.”

Unterstützung bei Ihrer Zweitveröffentlichung

Das GRO.publications-Team unterstützt Sie bei Ihrer Zweitveröffentlichung. Wir beraten Sie bei grundsätzlichen Fragen zu dem Thema. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass wir Ihre Publikationsliste hinsichtlich der Zweitveröffentlichungsmöglichkeiten prüfen.

Ein hilfreiches Rechercheinstrument ist der Open Policy Finder. Die Datenbank verzeichnet die Regelungen vieler Verlage und Zeitschriften zur Zweitveröffentlichung.

Blick von oben auf einen offenen Laptop SUB Göttingen, Christoph Mischke

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Wichtige Begriffe

Pre-Print

Bei dem Pre-Print handelt es sich um die Manuskriptversion, die beim Verlag eingereicht wird. Nach der Einreichung durchläuft das Manuskript den Review- und Überarbeitungsprozess, wodurch das Manuskript zum sogenannten Postprint wird.

Postprint

Das Postprint ist die inhaltliche finale Version, die sich von der Verlagsversion nur noch optisch unterscheidet. Im nächsten Arbeitsschritt erfolgt nun der finale Satz, bei dem das Dokument mit dem Layout des Verlages bzw. der einzelnen Zeitschrift versehen wird.

 

Verlagsversion

Am Ende des Prozesses steht die Verlagsversion, die dann schlussendlich auch veröffentlicht wird. Diese Version wird auch Version of Record genannt.

Embargo

Einige Zeitschriften und Verlage ermöglichen die Zweitveröffentlichung erst nach Ablauf eines Embargos. Dabei handelt es sich um eine Sperrfrist, die in der Regel zwischen sechs und zwölf Monaten liegt.

Nutzungsrechte

Bei der Einreichung eines Manuskripts bzw. bei der Unterzeichnung eines Verlagsvertrages sollten Autor*innen dem Verlag lediglich einfache Nutzungsrechte einräumen. 

Repositorium

Repositorien sind Dokumentenserver, die der Ablage von Volltexten, Forschungsdaten oder anderen Dateien dienen. Dabei kann zwischen institutionellen und fachlichen Repositorien unterschieden werden.

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