Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Grafik mit vernetzten Personen Pixabay/GDJ

ORCID

Die Open Researcher and Contributor ID, kurz ORCID, ist eine Non-Profit-Organisation, die eindeutige und unbegrenzt gültige Identifizierungsnummern für wissenschaftliche Autor*innen vergibt. 

Diese Nummern werden von vielen ORCID-Mitgliedern  (darunter Einrichtungen im Wissenschaftsbetrieb, Verlage, Forschungsförderer und Fachverbände) zur Autor*innenidentifikation verwendet. Die ORCID iD besteht aus sechzehn Ziffern, die in Viererblöcken dargestellt werden. Als Teil einer ORCID-Webadresse verweist sie auf das ORCID-Profil einer Person, in dem weitere Daten hinterlegt werden können, zum Beispiel:

  • Namensvarianten, um biographisch bedingte Namensänderungen oder verschiedene Schreibweisen und Ansetzungen eines Namens nachvollziehbar zu machen
  • Adressen von Webseiten oder Blogs
  • Verlinkung zu anderen Identitätsmanagementdiensten und Autorenprofilen (z.B. Google Scholar Profil, ISNI, ResearcherID).

Vorteile der ORCID iD

Einreichung von Publikationen

Bei zahlreichen Verlagen und Fördereinrichtungen müssen Sie beim Einreichen von Publikationen oder Anträgen Ihre ORCID iD angeben. Dies soll sicherstellen, dass Sie als Person eindeutig identifiziert und alle Ihre Publikationen Ihnen zugeordnet werden können. Insgesamt kann eine ORCID iD die Einreichung von Publikationen erleichtern und verbessern, indem sie eine eindeutige Identifikation und Verknüpfung von Forschungsaktivitäten ermöglicht.

ORCID in Literatur- und Zitationsdatenbanken

Wenn Sie in Ihren Publikationen eine ORCID iD angeben und diese in die bibliographischen Daten von Literaturdatenbanken übernommen wird, werden bei einer Literaturrecherche alle von Ihnen veröffentlichten Publikationen gefunden und tatsächlich Ihnen zugeschrieben. Außerdem stellen Sie sicher, dass alle in der Datenbank erfassten Publikationen bei der Berechnung von bibliometrischen Indikatoren wie Zitationszahlen oder h-Index berücksichtigt werden.

ORCID-Profil

ORCID gibt Ihnen die Möglichkeit, an zentraler Stelle Ihr wissenschaftliches Profil zu pflegen und so Karriereschritte oder geänderte Affiliationen und Institutionswechsel sichtbar zu machen. Sie können Namensvarianten angeben und auf weitere Autorenprofile wie die ResearcherID aus dem Web of Science oder die Scopus Author ID hinweisen. Über eine Privacy-Einstellung können Sie die Sichtbarkeit jedes Eintrags anpassen.

ORCID in Deutschland

Zentrale Anlaufstelle für deutsche Hochschul- und Forschungseinrichtungen ist das ORCID Deutschland Konsortium , das auch von der SUB Göttingen als Gründungsmitglied unterstützt wird. Das Konsortium ist aus dem Projekt ORCID DE hervorgegangen, das von der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation (DINI) initiiert und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wurde.

Im DINI-Zertifikat, einem Qualitätssiegel für Open-Access-Publikationsdienste, wird empfohlen, die Möglichkeit zur Erfassung der ORCID iD anzubieten.

Weiterführende Informationen zur ORCID iD sind in den FAQs des ORCID Deutschland Konsortiums zu finden.

ORCID an der Universität Göttingen

Die Affiliationsrichtlinie (§ 9) der Universität Göttingen (inkl. Universitätsmedizin Göttingen) empfiehlt die Verwendung der ORCID iD (Open Researcher Contributor iD).

Im Publikationsmanagementsystem GRO.publications kann die ORCID iD im Profil angegeben werden. Sie können Ihr ORCID-Profil mit Ihrem Profil in GRO.publications verknüpfen, um den Datenaustausch zwischen den Systemen zu ermöglichen (z. B. aktuelle Pubikationen automatisiert in GRO.publications übernehmen).

 

Blick von oben auf einen offenen Laptop SUB Göttingen, Christoph Mischke

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