
Forschungsdaten
Daten durchziehen als Querschnittsthema viele Forschungsdisziplinen. Sie haben in den letzten Jahren deutlich an Relevanz gewonnen. Für Bibliotheken sind Daten traditionell im Fokus, zusätzlich wächst durch Digitalisierung das Bewusstsein in Forschung und Gesellschaft.
Arbeitsweisen, Methoden und Strategien für den Umgang mit digitalen Forschungsdaten sollen kontinuierlich weiterentwickelt werden – von der Generierung über das Management bis hin zur Auswertung und Nachnutzung. Der Bogen reicht vom klassischen Datenmanagement über die semantische Modellierung, automatisierte Informationsextraktion und Metadaten-Anreicherung bis zu komplexen Analysen, Wissensrepräsentation und datengetriebener Visualisierung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Erprobung und Weiterentwicklung von Verfahren der Künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens, einschließlich Large Language Models, um Datenaufbereitung und -analyse ebenso wie die Nachnutzbarkeit wissenschaftlicher Daten zu verbessern. Dazu gehört auch die Überführung formaler wissenschaftstheoretischer Konzepte – etwa aus der Modelltheorie – in algorithmisch nutzbare Verfahren sowie die kritische Reflexion der Rolle digitaler Infrastrukturen für die Wissensproduktion.
Wir entwickeln im Rahmen von Kooperationen und drittmittelgeförderten Projekten neue Ansätze und verbinden dabei wissenschaftliche Forschung mit bibliothekarischer Infrastruktur. Unsere Arbeit richtet sich fachübergreifend an alle Disziplinen und schafft so Schnittstellen zwischen unterschiedlichen wissenschaftlichen Communities.
Darüber hinaus leistet die SUB Göttingen einen wichtigen Beitrag zu wissenschaftsstrategischen Fragen und zur Weiterentwicklung nationaler Dateninfrastrukturen und beteiligt sich etwa bei Forschungsverbünden. Auf diese Weise verbindet sie explorative Forschung, konzeptionelle Grundlagenarbeit und praxisnahe Infrastrukturentwicklung zu einem integrativen Ansatz für den zukunftsfähigen Umgang mit digitalen Forschungsdaten.


